Versöhnung

Jeder macht mal einen Fehler. Und wenn ein Katholik etwas getan hat, was nicht gut war, möchte er diesen Fehler vor Gott zugeben und wiedergutmachen. Denn Gott mag es nicht, wenn wir Menschen böse sind. Katholiken gehen deshalb zur Beichte. Dann können sie mit einem Priester über ihre Fehler sprechen und darum bitten, dass Gott ihnen verzeiht. Und Gott tut das auch, weil er uns liebt und barmherzig ist. Es ist aber wichtig, dass einem der Fehler wirklich leid tut und dass die Bereitschaft vorhanden ist, den Fehler nicht wieder zu machen.

Oft können wir nicht leicht wieder gut machen, was wir zerstört haben. Keine Träne, die unseretwegen geflossen ist, können wir zurücknehmen. Und je älter wir werden, desto mehr Vergangenheit nehmen wir mit uns. Vergangenheit, die wir nicht mehr ändern können, die wir ertragen müssen. Wir können unser Leben annehmen und uns mit ihm und unserer Welt versöhnen, wenn wir glauben, dass Leben und Welt in Gott einen guten Grund haben.

Christus hat Gottes Vergebung gelebt, aber sie muss immer neu lebendig werden in Menschen, die uns vergeben, uns lieben trotz aller Schwächen und Fehler. Und sie muss in uns Mensch werden, wo wir Vergebung wagen.

Die Beichte ist eine Liebeserklärung, die uns sagt: „Du bist gewollt und erwünscht, du kannst dich ändern, ohne dass du ein anderer sein musst!“

Sie kann eine heilsame Form sein, in der der Priester die befreiende Zusage machen darf: „Ich spreche dich los von deinen Sünden … im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

Zu Ihrer Orientierung:
Beichte: Jeden zweiten Mittwochabend, während der Winterzeit zwischen 16.00-16.45 Uhr und während der Sommerzeit zwischen 17.00 – 17.45 Uhr, besteht im Zentrum Neu-Schönstatt oder in der Pfarrkirche Quarten die Möglichkeit, das Sakrament der Versöhnung zu empfangen. Falls gewünscht, darf mit Pfarrer Marjan Marku oder Pater Gregor Rakoczy auch ein Termin für ein Beichtgespräch vereinbart werden.

Stunde der Barmherzigkeit: Zwei Mal im Jahr, vor Ostern und Weihnachten, laden wir zur gemeinsamen Stunde der Barmherzigkeit ein. Es besteht die Möglichkeit, still zu werden, eine Kerze zu entzünden, ein Gebet zu sprechen oder zu einem persönlichen Beicht- oder Seelsorgegespäch.

Weitere Informationen zur Versöhnung:
https://www.katholisch.de/artikel/4506-beichte